Fotos vom Jubiläum 80 Jahre Vereinigte Jägerkapelle Straberg 1926
am 13.05.2006
Wir haben in diesem Jahr Geburtstag
Man sieht und hört es uns vielleicht nicht an, aber es
ist so. Die Vereinigte Jägerkapelle Straberg 1926 wird in diesem Jahr 80
Jahre jung. Niemand der Gründerväter aus dem Jahre 1926 hätte es sich
wohl träumen lassen, dass das musikalische Kind, dass sie aus der Taufe
gehoben hatten, einen solch langen und erfolgreichen Werdegang erleben
würde. Über Jahrzehnte hinweg und allen Stürmen der Zeit trotzend
spielten und spielen die Musiker der Jägerkapelle im Heimatgebiet und
auch weit darüber hinaus bei Schützen- und Heimatfesten, im Karneval und
bei unzähligen freudigen, aber auch traurigen Anlässen. Die
charakteristischen grünen Uniformen wurden sehr bald zu einem weithin
bekannten Markenzeichen der Kapelle und für ein stets gleichbleibend
hohes musikalisches Niveau.
Streng genommen kann man beim 80jährigen Bestehen eines Vereines nicht
von Jubiläum sprechen. Dennoch aber ist es allemal ein Grund, zünftig
mit Freunden zu feiern. Und genau das haben wir in diesem Jahr am 13.
Mai im Rahmen eines großen Konzertes gemeinsam mit dem Männerchor Bayer
Dormagen getan.
Kaum ein Musikfreund ließ es sich nehmen, dieses Konzert zu besuchen,
und so war die Halle des TSV Sportcenters am Höhenberg an diesem Abend
auch proppenvoll. Und keiner der Besucher wird es bereut haben, denn die
Musiker und Sänger boten einen bunten Querschnitt durch die Musik; von
Wagner über Puccini und Andrew Lloyd Webber bis hin zu volkstümlichen
Klängen, Märschen und deutschen Volksliedern wurde der Bogen gespannt.
Beeindruckend schon das erste Stück des Konzertes: Die „Festmusik der
Stadt Wien“ von Richard Strauss, eine 1943 komponierte Mischung aus
Festfanfare und Hymne aus Anlass der Verleihung des Beethovenpreises an
die Stadt Wien. Wagners „Einzug der Gäste“ aus dem „Tannhäuser“ erklang
anschließend in einem eigens für Blasorchester und Chor geschriebenen
Arrangement.
Leise, fast ehrfürchtig lauschten die Besucher dann der berühmten Arie „Nessun
dorma“ aus Puccinis Oper „Turandot“, der dann, sozusagen als
Kontrapunkt, die hinreißende Ouvertüre „Flotte Bursche“ von Franz von
Suppé folgte. Der „Matrosenchor“ aus Richard Wagners Oper „Der fliegende
Holländer“ beschloß dann den ersten Teil des Konzertes, dessen
musikalischen Inhalte dem Publikum vom Moderator Martin Mölder vom WDR
in gekonnter und humoriger Weise nahe gebracht wurden.
Der zweite Teil des Konzertes war dann von eher volkstümlichem
Charakter. Der Soundtrack aus dem Film „Brassed off“ von John Staff
wurde ebenso gekonnt dar- gebracht wie auch das berühmte Trompetensolo
„Die Post im Walde“ von Heinrich Schäffer. Dabei überzeugten die
Solotrompeter Artur Schmitz und Wolfgang Keil durch die saubere
Intonation und Interpretation im Zusammenspiel mit Chor und Orchester.
Stürmischen Applaus konnte dann der junge Solotrompeter Michael Mauß
ernten, der den alten Schlager „Silberfäden“ aus den 50er Jahren
gemeinsam mit der Kapelle in ein neues blasmusikalisches Gewand kleidete
und die schwierigen Solopassagen virtuos vortrug. Die Freunde des
Musicals kamen ebenfalls nicht zu kurz. Unter dem Titel „Ein
symphonisches Portrait“ bot die Jägerkapelle einen Querschnitt durch das
Schaffen des Komponisten Andrew Lloyd Webber. Von „Jesus Christ
Superstar“ über „Evita“ bis hin zu „Cats“ reichte das Kaleidoskop der
Titel dieser Suite bekannter Melodien. Natürlich kamen auch die
Liebhaber guter Märsche auf ihre Kosten. Der bulgarische Armeemarsch
„Das Abzeichen“ von Stefan Marinoff erklang ebenso wie Carl Latanns
berühmter Marsch „Frei Weg!“, bevor dann Chor und Orchester das Konzert
mit einem Potpourri der bekanntesten deutschen Volkslieder ausklingen
ließen. Da die Texte der Lieder jedem Besucher vorlagen, sangen alle mit
und der Moderator konnte mit vollem Recht vom größten Chor Deutschlands
sprechen.
Natürlich endet ein solches Konzert nicht ohne Zugaben. Und so erlebte
das Publikum auch noch einmal den musikalischen Leiter der Jägerkapelle,
Willi Winkels, als Solisten mit dem „Posthorn-Galopp“ und Chor und
Orchester mit dem wohl berühmtesten Choral des russischen Komponisten
Dmitrij Bortnjanski „Ich bete an die Macht die Liebe“ (Solotrompeter
Michael Mauß). Mit diesem Stück, in dessen neuartigem Arrangement die
Trompetensignale des amerikanischen Tattoo, des Zapfenstreiches,
eingearbeitet sind, endete höchst emotional das Geburtstagskonzert der
Vereinigten Jägerkapelle Straberg im Zusammenwirken mit dem Bayerchor
Dormagen.
Moderiert wurde das Konzert von Martin Mölder (WDR)

Die Vereinigte Jägerkapelle Straberg 1926 unter der Leitung von Willi
Winkels




Das Trompetensolo "Die Post
im Walde"
Vorgetragen von den Solotrompetern Artur Schmitz und Wolfgang Keil


Das Trompetersolo "Silberfäden"
Vorgetragen vom Solotrompeter Michael Mauß


Das Solostück "Posthorn-Galopp"
Vorgetragen von Kapellmeister und Solist Willi Winkels

Glückwunschkarte des 'Jägerzug Einigkeit' zum 80. Jubiläum

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